Wolfenbüttel. Am gestrigen Freitag um 19 Uhr feierte das Musical „Der Mann, der Sherlock Holmes war“ seine Premiere in der St. Thomas-Kirche.

Die Musicalgruppe St. Thomas hatte zwei Jahre auf diesen Abend hingearbeitet und beeindruckte bereits in den ersten Minuten mit einem perfekt eingesetzten Licht-und Schattenspiel, bei dem im Halbdunkel kriminelle Übergriffe an Londons Bürgern zu erahnen waren, nach Einsatz des Lichtkegels aber nur noch die Opfer erstarrt zurück blieben. Begleitet durch das grandiose Orchester fühlte man sich sofort in die Welt des berühmtesten Detektivs gezogen.

Grandiose Darsteller

Die beiden glänzend miteinander harmonierenden Nils Hoffmann und Nicholas Lindner als die chronisch unterbeschäftigten Detektive Morris Flynn und Mackie McPherson, welche die Identitäten von Holmes und Watson aus geschäftsfördernden Gründen annehmen, überzeugten nicht nur schauspielerisch und stimmlich, sondern wirkten auch unglaublich charismatisch und wurden der Bürde der Hauptrollen in jeder Minute gerecht.

Aber auch andere Mitglieder des Ensembles wussten weitere Glanzpunkte zu setzen. Allen voran Anna-Christin Behrendt, die ihre Jane Berry mit ordentlich Haaren auf den Zähnen spielt, strahlte eine riesige Präsenz aus und hatte den besten Gesang zu bieten.

Kim Nesemann als wunderbar fiese Colette Ganymare, Lesly Nesemann in der Rolle der hoffnungslos romantischen Mary Berry und nicht zuletzt die herrlich tollpatschigen Gehilfen Dominik Betker (Jules) und Alexander Schoenawa (Jacques) konnten vollends überzeugen. Gerade Betker und Schoenawa offenbarten großes komödiantisches Talent und produzierten viele Lacher im Publikum.

Das gesamte Ensemble begeistert das Publikum

Weitere Mitglieder des Ensembles, das durch die Bank einen starken Eindruck hinterließ, waren Kai Baltzer, Christina Maria Behme, Jennifer Rae Beyer, Gina Marie Jegodtka, Rieke-Marie Jörß, Katharina Klockmann, Kira Dominique Lenz, Hauke Metz, Silke Meyer, Annika Paß, Sarah Rojahn-Meißner, Kristina Sommer, Thalia-Marie Stark, Maren Vogel, Jennifer von Frieling und Sophie Warneke.

Ihre richtige Wirkung konnte die Inszenierung jedoch erst durch ein erstklassiges von Cosima Riemer dirigiertes Orchester entfalten, das durch die wunderbar swingende Musik das Stück zu einem Genuss machte.

Die weiteren Vorführungen rund um das Rätsel der Mauritius-Marken werden am 22. und 23. Oktober um 14 und 20 Uhr stattfinden. Besitzer der Karten dürfen sich glücklich schätzen, da das Kontingent bereits komplett vergriffen ist.

 

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Theaterkritik: Der Mann, der Sherlock Holmes war

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