Presse

Braunschweiger Zeitung vom 17.11.2011 (Leserbrief)Eine super Vorführung - Leserbrief von Peter Wiedemann

Zu "Starke Stimmen, klirrende Schwerter" in der Ausgabe vom 7. November:

Eine neue Aufführung der Musicalgruppe St. Thomas - Robin Hood für Liebe und Gerechtigkeit.
Wie es hätte nicht anders sein können, war es wieder eine super Vorführung.
Gut gemacht die Stock- und Schwertkämpfe und die schönen Chorstellen.
Es ist schon erstaunlich, wie professionell diese Gruppe bei der Darstellung und der Musik arbeitet. Hier spielt immerhin ein komplettes Orchester.
Besonders gut gefallen hat mir diesmal Kira Lenz in der Rolle als Lady Isabell, die hier in ihrer dramatischen Rolle durch ihre Mimik und Gesangsstimme voll überzeugen konnte.
Ich möchte mich noch einmal bei allen Mitwirkenden für den schönen Abend bedanken und hoffe, dass es in zwei Jahren wieder so ist.

Peter Wiedemann,
Wolfenbüttel
Ostfalen-Spiegel vom 07.11.2011Robin Hood – Liebe, Gerechtigkeit und eine mitreißende Aufführung in Wolfenbüttel

Von Rainer Elsner

Es muss nicht Hamburg sein und es muss auch kein großes Theater oder Opernhaus sein. Nein. Manchmal verstecken sich die schönsten Erlebnisse des Bühnenspiels irgendwo hinter einer unscheinbaren Klinkerfassade. Und dann darf das nicht verschwiegen werden. Denn Freude und Dankbarkeit ist der schönste Lohn. Und den hat sich die junge Spielschar redlich verdient!

ROBIN HOOD – MUSICAL VON MARTIN DOEPKE

Unter dem Titel Robin Hood – für Liebe und Gerechtigkeit wurde das Musical von Martin Doepke von der Musicalgruppe St. Thomas in der St.-Thomas-Kirche in Wolfenbüttel inszeniert und aufgeführt. Dafür wurde der große Andachtsraum geschickt in ein aufwendiges Theater umgewandelt und mit allerlei moderner Technik ausgestattet. Hätte nicht die Orgel im Halbdunkel über einem geschimmert, die Illusion wäre perfekt gewesen.

EIN MÄRCHEN, WIE WIR ES LIEBEN, MITREISSEND UND HINGEBUNGSVOLL GESPIELT

Langsam füllte sich der Eingangsbereich mit Menschen. Dann, mit kleiner Verzögerung, durfte das “Theater” erwartungsfroh betreten werden. Mit freundlicher Begrüßung wurde schnell eine angenehme Atmosphäre erzeugt und schon ging es los. Robin von Locksley fällt durch seinen Einsatz für Richard Löwenherz bei König Johann ohne Land in Ungnade und flieht in die Wälder. Er wird zu Robin Hood. Es folgt ein Spiel voll Ränke, Intrigen, Kerker und Befreiung und schließlich dem Kampf für Gerechtigkeit und erfüllter Liebe als Lohn. Ein Märchen, wie wir es an solchem Ort lieben, mitreißend und hingebungsvoll gespielt. Überzeugend, die Intrigen von Lady Isabelle und des Sheriffs von Nottigham, herzzerreißend, wie sich Jess zu Robins Schutz in des Sheriffs Schwert stürzt und schön, wie Lady Marian und Robin zueinander finden. Dies sei nur beispielhaft genannt, denn wirklich alle haben mit Leib und Seele gespielt. Humor gab es ebenso wie ernste Töne. Und dabei boten die Akteure auch einen Gesang, der die Zuschauerinnen und Zuschauer kaum noch an ein Laientheater denken ließ. Begeistert wollte auch der Zuschauer für die Gerechtigkeit kämpfen. Und von der Spiel- und Sangesfreude angesteckt klatschte das Publikum mit, als von der Bühne der ganze Chor erklang.

PROFESSIONALITÄT GILT GLEICHERMASSEN FÜR DIE MEIST IM “UNSICHTBAREN” TÄTIGEN KRÄFTE

Die genannte Professionalität gilt gleichermaßen auch für die meist im “Unsichtbaren” tätigen Kräfte. Ein kleines Orchester sorgte für die unverzichtbare und schöne Musik. Mit geübten und eingespielt wirkenden Bewegungen wurde die Bühne für jeden Akt von einer regen Helferschar geschwind umgebaut – bei meist schwachem Licht. Und auch die Details stimmten. Vögel zwitscherten im Hintergrund, wenn die Szene im Wald spielte. Bäume wurden zu Säulen der Burg, Säulen wurde Bäume des Waldes, … Eine komplexe Lichtanlage und kalter Rauch sorgten für besondere Effekte. Nie kam Langeweile auf und freudig wurde dem Ende der Pause entgegengefiebert, in der auch für das leibliche Wohl gesorgt war. Die ganze Theatergruppe also konnte überzeugen und begeistern und wurde dann zum Schluss auch zu Recht vom Publikum mit minutenlangen und stehenden Ovationen gefeiert.

EIN GESCHENK, IN DEN BESITZ EINER DER EINTRITTSKARTEN GELANGT ZU SEIN

Neunzehn Jahre gibt es diese komplett ehrenamtlich spielende Truppe nun schon, die sich zuletzt mit “Die Schöne und das Biest”, ebenfalls von Martin Doepke, hervorgetan hatte. Gut drei Stunden Theater waren das diesen Sonntag, die sich wirklich gelohnt haben und herzlichsten Dank verdienen! Kurz, es war tatsächlich ein Geschenk, in den Besitz einer der insgesamt 1.500 Eintrittskarten gelangt zu sein. Und so hat es in den Säcken “der Geächteten” am Ende hoffentlich reichlich geraschelt. Denn das Spiel der Musicalgruppe war ehrenamtlich und der Eintritt frei. Technik und Umgestaltung verursachten dennoch erhebliche Kosten, die nur zum Teil durch Stadt, Landkreis, Kirche und Sponsoren abgedeckt waren.

Also, nochmal: Danke und weiter so!

Wolfenbüttel, 7. November 2011





Link zum Artikel beim Ostfalenspiegel
Braunschweiger Zeitung vom 06.11.2011Starke Stimmen und klirrende Schwerter in der Kirche

Von Nina Schneider

Robin Hood– Kampf für Liebe und Gerechtigkeit: Das ist der Stoff, aus dem das neue Stück der Musicalgruppe St. Thomas ist.

Nach knapp zwei Jahren Arbeits- und Probezeit brachte die Gruppe mit 30 Sängern, 20 Orchestermitgliedern und zahlreichen Helfern zwischen 16 und 32 Jahren die Premiere auf die Bühne. Regisseur Werner Heise beschrieb die Herausforderung des Stückes so: "Wenn ein Schlag mit dem Schwert oder Stock in den vielen Kampfszenen nicht sitzt, muss der Gegner improvisieren." Den Reiz des Stückes macht die große Vielfalt an verschiedenen Rollen, Kulissen und Gewändern aus.

Die Veranstalter rechneten mit einer guten Resonanz und wurden nicht enttäuscht. Zirka 1500 Karten waren innerhalb weniger Stunden vergriffen. Deshalb entschied man sich kurzfristig, auch die Generalprobe öffentlich zu machen. Bei der Premiere überzeugte die Musicalgruppe der St.-Thomas-Gemeinde dann auch durch ein der jeweiligen Szene angepasstes Bühnenbild, toll gestaltete Kostüme, starke Stimmen und nicht zuletzt spürbaren Spaß am Spiel.

Link zum Artikel bei der Braunschweiger Zeitung
Wolfenbüttler Schaufenster vom 12.10.2011

Großer Ansturm auf Eintrittskarten

Braunschweiger Zeitung vom 16.04.2010Musicalgruppe stürzt sich in neues Abenteuer
Seit März wird in St. Thomas ein neues Stück einstudiert – Gesucht werden noch zahlreiche Helfer und Mitwirkende

Von Udo Starke

WOLFENBÜTTEL. Gute Nachricht für die Fangemeinde: In der Musicalgruppe der St.-Thomas-Gemeinde an der Jahnstraße ist einiges passiert.

Eine neue Leitung hat sich gebildet, es gab Veränderungen im Ensemble, und nach dem großen Erfolg von "Die Schöne und das Biest" hat sich die Gruppe in ein neues Abenteuer gestürzt. Eifrig geprobt wird nun seit März für das Stück "Robin Hood", das im Herbst 2011 aufgeführt werden soll.

"Die ersten Proben haben begonnen, die Kreativität der Mitglieder für neue Kostüme, Bühnenbilder und Choreographien ist gefragt", erklärt Solveigh Geck am Rande eines Übungsabends.

Sie hält gemeinsam mit Werner Heise, Jan Weber und Maren Vogel die Fäden in der Hand. "Die endgültige Besetzung soll aber erst in Kürze vorgenommen werden", meint Geck.

Zum Inhalt: England im Jahr 1194. König Richard befindet sich auf Kreuzzug. Sein Bruder Prinz John regiert indessen in Abwesenheit England mit Willkür und unterdrückt das Volk. Im Hintergrund jedoch beeinflussen seine Frau Isabelle, der Sheriff von Nottingham und der Bischof von Herford das Geschehen. Sie sind die wahren Regenten. Die Lage für die Menschen wäre hoffnungslos, gäbe es nicht einen Mann, dem es immer wieder gelingt, dem Sheriff ein Schnippchen zu schlagen und das Volk zu unterstützen: Robin von Locksley. Gemeinsam mit einer Bande ebenfalls Geächteter begeht Robin Überfälle auf reiche Leute, um einerseits den Armen zu helfen und andererseits das Lösegeld für Richard Löwenherz zu sammeln. So narrt er die Unterdrücker mit Pfeil und Bogen.

Kann Robin sich und sein Land von den Tyrannen befreien? Verliert er Marian an den Sheriff? Kommt König Richard aus der Gefangenschaft? Und was passiert mit Robins Männern des Sherwood Forrest? Antworten darauf gibt es im Oktober 2011 in St. Thomas.

Noch sucht die Gruppe eine musikalische Leitung, die für die Gesangsproben und das Einüben der Chor- und Solostücke die Verantwortung übernimmt. Außerdem fehlen den Organisatoren besonders Sänger ab 16 Jahren. Benötigt würden zudem Instrumentalisten jeglicher Art, die im Orchester mitwirken möchten.

Zudem seien Helfer gefragt, die sich mit Ton- und Lichttechnik auskennen oder das lernen wollen. Auch für die Näharbeiten der Kostüme, den Bühnenbau und Tanz werden noch Aktive gesucht.

Link zum Artikel bei der Braunschweiger Zeitung
Braunschweiger Zeitung vom 26.10.2009Eine Liebesgeschichte – mal Märchen, mal Rock
Die Musicalgruppe St. Thomas feiert nach 22-monatiger Probenarbeit eine spektakuläre Premiere mit "Die Schöne und das Biest"

Von Stephan Querfurth

WOLFENBÜTTEL. Unglaublich, was die Musicalgruppe St. Thomas am Freitagabend in einer mehr als dreistündigen Premiere ihren mehreren Hundert Zuschauern geboten hat.

Eine Premiere, fantastisch, quirlig und still war da zu erleben, märchenhaft und rockig, voller Esprit und traumschön.

"Die Schöne und das Biest" heißt die neue Produktion, die die seit 17 Jahren bestehende und in der Region viel beachtete Musicalgruppe in neuer Besetzung auf die Bühne gebracht hat.

Unter Leitung von Emanuel Berndt, Felix Schirmer, Maren Vogel und Werner Heise hat das Ensemble in 22-monatiger, harter Probenarbeit die Liebesgeschichte der schönen Bella und eines zu einem Biest verwandelten Prinzen auf die große Bühne des Altarraumes in St. Thomas gebracht. Die Regie hat für die Inszenierung Elemente der Burleske, des Dramas, der Tragödie, des Boulevardtheaters, der Komödie, eines brechtschen Lehrstücks sowie des klassischen Tanztheaters und des modernen Balletts geschickt vernetzt. Der Inhalt beschreibt märchenhaft die alte Parabel, wie das Gute, allein durch seinen Glauben an die Liebe, das Biest aus seiner Hässlichkeit als Menschenfeind und Ignorant schließlich erlöst. Es bleibt das Erkennen: Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Magische Orte und zauberhafte Wesen, lyrische Dialoge und dramatische Episoden wechseln in den einzelnen Szenen. Die Charaktere der Hauptrollen wurden bis ins Äußere verdichtet. In seiner Rolle als Biest brillierte Werner Heise.

Wild, verletzt, gekränkt und zärtlich angerührt interpretierte er den gefürchteten und unverstandenen Sonderling. Stark dabei waren Körpersprache, Gesang und der Wechsel von dramatischem und lyrischem Ausdruck in seiner Darstellung.

Ebenso überzeugend auch Milena Amelang als willensstarke und reflektierende Bella.

Daniela Stephan als Fee und besonders Christina Maria Behme als Mathilde hinterließen durch ihre gesangliche Leistung Eindruck. Auch Marc-André Lenz als gockelnder Gustav zeigte seine Stärke im Gesang.

Das die Darsteller begleitende Ensemble beeindruckte in vielen pantomimischen Szenen mit Liebe zum Detail. Als Sessel schöpfte Charlotte Neumann beispielsweise ihre sprachlose Rolle völlig aus.

Das begleitende Orchester aus jugendlichen Musikern bewies sich mehr als semiprofessionell. Die ausgefeilte und gut eingesetzte innovative Lichtgestaltung verlieh der Aufführung nahezu greifbaren Glanz.

Link zum Artikel bei der Braunschweiger Zeitung